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Wasser - Lebensader des Klosters

24. Juni 2018 – 15. Dezember 2019

Ansicht der Kartause Ittingen von Süden, Ölgemälde auf einem Türflügel im Obergeschoss des Westflügels der Kartause Ittingen, um 1757

Ein Kloster ist eine Lebensgemeinschaft, die nicht nur aus den Mönchen besteht, sondern auch aus Laienbrüdern und Angestellten. Für die Versorgung aller ist das Wasser unabdingbar, und auch die im Kloster lebenden Nutztiere benötigen Frischwasser. Mit einem Kanalsystem wird Nutz- und Dachwasser abgeführt und die durch das abfallende Gelände entstehende Wasserkraft wird für die Mühlen genutzt.

In der Kartause Ittingen lässt sich die klösterliche Wasserwirtschaft auf vielfältige Weise erfahren – von sichtbaren historischen Installationen bis hin zur modernen Fischzucht der Stiftung Kartause Ittingen, aus der das Restaurant versorgt wird. Auch diese moderne Anlage steht jedoch in einer langen Tradition: Durch den Fleischverzicht der Kartäuser hatte die Versorgung mit frischem Fisch eine besondere Bedeutung.

Die Ausstellung stellt die enorme Wichtigkeit des Wassers für das ehemalige Kartäuserklöster in Ittingen anschaulich dar. Neben einer ausführlichen Erläuterung der Abwasserabführung und der Nutzung der Wasserkraft inner- und auch ausserhalb der Klostermauern, erfahren die Besucherinnen und Besucher spannende Details zur Trinkwasserversorgung und zur liturgischen Bedeutung des Wassers.

Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung:

Dienstag, 28. Mai 2019, 19 Uhr

Grundversorgung und Energiequelle – Aspekte der Wassernutzung bei Zisterzienserklöstern

Vortrag von Ulrich Knapp, Kunst- und Architekturhistoriker

Wasser bildete die unverzichtbare Grundvoraussetzung für die Ansiedelung eines Klosters. Neben dem Quellwasser für die Trinkwasserversorgung spielt hier vor allem die Zufuhr von Brauchwasser, etwa zum Antrieb der Mühlen, eine entscheidende Rolle. Die Zisterzienser mit ihren vor allem im 12. und 13. Jahrhundert personenstarken Konventen waren massgeblich an der Perfektionierung der Wasserbauten beteiligt. Der Umfang dieser für das Funktionieren der Klöster notwendigen technischen Anlagen konnte dabei bedeutende Dimensionen erreichen. Am Beispiel der Abtei Salem wird der Wandel in der Wassernutzung an der Wende vom Spätmittelalter zur Neuzeit aufgezeigt.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Ausstellungsraums „Wasser – Lebensader des Klosters“, der noch bis zum 15. Dezember 2019 im Ittinger Museum zu sehen ist.

Das Ittinger Museum ist an diesem Tag durchgehend von 11 bis 20.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.