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Graf, Ernst (1909 – 1988)

Ernst Graf, gebürtig aus Bern, lebte ab 1934 in Ermatingen am Untersee. Schon früh zeugten seine Bilder von erstaunlicher Reife und Selbsterkenntnis. Sein künstlerischer Weg führte ihn nach München und Paris bis er schlussendlich in Ermatingen Wurzeln schlug.
Er setzte sich so intensiv mit den Menschen, der Kultur und der Landschaft seiner Wahlheimat auseinander, dass ihm der Kanton Thurgau zum 70. Geburtstag den Thurgauischen Kulturpreis verlieh. Die Gemeinde Ermatingen machte ihn zum Ehrenbürger und der Thurgauer Künstler Adolf Dietrich zählte zu seinen Wahlverwandten am Untersee.

In einem Schaffenszeitraum von mehr als fünfzig Jahren wandte sich sein Schaffensschwerpunkt im Lauf der Zeit vermehrt dem Holz -und Linolschnitt, der Lithografie und dem Aquarell zu. In seinen Werken verlieh er seiner Liebe zur Landschaft Ausdruck. Vor allem aber näherte er sich mit grossem Engagement den Randfiguren der Gesellschaft: Der Clown, der Bettler oder der Kumpel stellten ein beliebtes Motiv dar. In vielen Zeichnungen und Holzschnitten nahm er Stellung zum Geschehen und den Menschen des 20. Jahrhunderts.

Bibliografie

“Ernst Graf. Der Maler und der Grafiker” , Weinfelden, 1984

Werke